Euthanasie
Abtreibung

Alex Schadenberg: Wächter am Lebensende

28
January
2026

Alex Schadenberg: Wächter am Lebensende

"Euthanasie wird als Freiheit verkauft, ist in Wahrheit aber die Preisgabe von Menschen in ihrer größten Not" (Alex Schadenberg)

Alex Schadenberg kam 1968 in London (Ontario, Kanada) zur Welt. Seine Eltern Harry und Mary engagierten sich früh gegen Abtreibung, weshalb Alex mit dem Lebensschutz groß geworden ist; und bereits im ersten Universitätsjahr wurde er zum nationalen Präsidenten der „Canadian Youth Pro-Life Organization“ (deutsch: kanadische Jugend-Lebensrechtsorganisation) gewählt.

Mann mittleren Alters, Alex Schadenberg, vor einem Gebäude mit mehreren amerikanischen Fahnen
Alex Schadenberg

Mitte der 1990er-Jahre erkannte er, dass sich die Debatte vom Lebensanfang an das Lebensende verlagerte und hob 1998 deshalb die „Euthanasia Prevention Coalition“ oder EPC (deutsch: Bündnis zur Sterbehilfe-Prävention) aus der Taufe. Die EPC klärt auf, Alex Schadenberg: Wächter am Lebensende sensibilisiert und interveniert politisch, um die Würde und Unantastbarkeit jedes menschlichen Lebens zu verteidigen. Schadenberg betont dabei stets, dass es bei der Diskussion um Sterbehilfe nicht primär um Autonomie gehe, sondern vielmehr um den Schutz verletzlicher Personen: „Euthanasie verändert die Gesellschaft fundamental, indem sie vermittelt, dass manche Leben nicht lebenswert seien“.

In seinem Buch „Exposing Vulnerable People to Euthanasia and Assisted Suicide“ (Gefährdung schutzbedürftiger Menschen durch Euthanasie und assistierten Suizid) wertet Schadenberg internationale Daten aus und zeigt, dass jede Lockerung hinsichtlich Euthanasie neue Opfergruppen schafft und sie dem Risiko staatlich erlaubter Tötung aussetzt - von terminal erkrankten Erwachsenen hin zu Demenzpatienten, Menschen mit psychischen Leiden, Behinderungen und schließlich sogar Minderjährigen: „Die Praxis zeigt, dass einmal eingeführte Gesetze zur Sterbehilfe rasch ausgeweitet werden und der gesellschaftliche Druck auf alte, kranke und behinderte Menschen steigt, ihrem Leben ein Ende zu setzen.“

Regelmäßig hält er Reden und erinnert daran, dass wahre Mitmenschlichkeit in Begleitung und Unterstützung besteht, nicht im Anbieten von Tod als Lösung, denn wahre Barmherzigkeit heißt nicht, Leben zu verkürzen, sondern Menschen vom ersten bis zum letzten Atemzug beizustehen - medizinisch, menschlich, spirituell.

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