Abtreibungsmethoden im ersten Trimester
Medikamentöse Abtreibung
In Italien wird die medikamentöse Abtreibung bis zur 9. Schwangerschaftswoche mit Mifepriston durchgeführt, welches meistens unter dem Handelsnamen Mifegyne (auch bekannt als RU-486) geführt wird, kombiniert mit einem Prostaglandin-Präparat (meist Misoprostol). Nach Einnahme der Abtreibungspille wird das schwangerschaftserhaltende Hormon Progesteron blockiert. Es kommt zur Ablösung der Plazenta und zur Öffnung des Muttermundes. 2 bis 3 Tage später wird das zweite Medikament mit dem Wirkstoff Misoprostol eingenommen, welches künstliche Wehen der Gebärmutter auslöst. Innerhalb weniger Stunden kann es zu starken Blutungen und Krämpfen kommen und das Kind wird durch eine Fehlgeburt ausgestoßen.
In Italien ist diese Methode bis zur 9. Schwangerschaftswoche zugelassen und wird inzwischen bei über der Hälfte der registrierten Abtreibungen angewandt.

In der 9. Woche abgetrieben mit der Abtreibungspille
Dieses besondere Bild zeigt "Lydia" so, wie sie in der 9. Schwangerschaftswoche – noch von ihrer Fruchtblase umhüllt – geboren wurde.
Lydia ist das vierte Kind ihrer Eltern, die im Gegensatz zu ihren drei älteren Geschwistern nicht leben durfte. Das kleine Mädchen ist in der 9. Schwangerschaftswoche infolge der Einnahme der Abtreibungspille gestorben. Nach der Einnahme der ersten der beiden abtreibenden Tabletten realisierte ihre Mutter, dass dies ein Fehler war. Sie versuchte, das Leben ihres Kindes zu erhalten und der todbringenden Tablette entgegenzuwirken. Doch hierfür war es bereits zu spät - es kam zur Fehlgeburt. Der Anblick ihres Kindes, welches mitsamt der Fruchtblase aus ihrem Leib ausgestoßen wurde, erschütterte die Mutter zutiefst: Entgegen ihrer Annahme, es sei „nur ein Zellklumpen“, erblickte sie einen erstaunlich gut entwickelten kleinen Menschen, bei dem jedes einzelne Fingerchen zu sehen war. Lydia wurde von ihrer Mama in ein kleines Kästchen gelegt und würdevoll beerdigt.
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Absaug-Methode
Bei der Absaug-Methode wird ein Röhrchen durch den Muttermund geführt, um das Fruchtwasser, die Plazenta, das Kind und die Schleimhaut herauszusaugen. Durch den hohen Druck wird das Kind zerrissen und in Stückchen durch das Röhrchen gepresst. Die Saugkraft der Absaugmaschine ist etwa 20 - 30 mal stärker, als die eines Staubsaugers. Falls der Kopf des Kindes zu groß ist, wird er mit einer Zange zerdrückt. Das Praxispersonal muss anschließend überprüfen, ob das Kind restlos entfernt wurde.
Die Absaugmethode kommt bis zur 12. Schwangerschaftswoche zur Anwendung, zum Teil in Kombination mit einer Auskratzung (Cürettage).

Diese bemerkenswerte Fotografie eines winzigen, noch lebenden ungeborenen Babys in seiner intakten Fruchtblase wurde 1972 nach einem Eingriff wegen einer Eileiterschwangerschaft an der Universität von Minnesota vom Medizinfotografen Robert Wolfe aufgenommen.Der am Eingriff beteiligte Narkosearzt Dr. Paul E. Rockwell stellte staunend vor diesem Wunder fest: „Während einer Narkose bei einer Eileiterschwangerschaft – in der 8. Schwangerschaftswoche - wurde mir das, was ich für den kleinsten je gesehenen lebenden Menschen halte, in die Hand gedrückt. Die Fruchthöhle war intakt und durchsichtig. Darin schwamm ein winziger Junge, der über die Nabelschnur mit der Gebärmutterwand verbunden war, äußerst lebhaft im Fruchtwasser. Dieser kleine Mensch war perfekt entwickelt, mit langen, spitz zulaufenden Fingern, Füßen und Zehen. Seine Haut war fast durchsichtig und die feinen Arterien und Venen traten bis zu den Fingerspitzen deutlich hervor.“
Dr. Rockwell fährt fort: „Das Baby war äußerst lebendig und schwamm mit natürlichen Schwimmbewegungen etwa einmal pro Sekunde in der Fruchtblase. Dieser winzige Mensch sah weder den Fotos, Zeichnungen und Modellen von ‚Embryonen‘ ähnlich, die ich kannte, noch einigen Embryonen, die ich seitdem gesehen habe – offensichtlich, weil dieser hier lebte! Als die Fruchtblase geöffnet wurde, starb der winzige Mensch sofort und nahm das typische Aussehen für einen Embryo in diesem Entwicklungsstadium an - mit stumpfen Extremitäten usw.“
Das Bild wurde an der Universität von Minnesota vom Medizinfotografen Robert Wolfe aufgenommen: www.bobwolfephoto.com
Cürettage, bzw. Gebärmutterausschabung
Eine Cürette ist ein löffelartiges Instrument, mit dem der Arzt Gewebereste aus der Gebärmutter schaben kann. Dabei wird der Gebärmutterhals mit Metallstiften erweitert, damit der Arzt mit den Instrumenten in die Gebärmutter eindringen und den Fruchtsack mit dem ungeborenem Kind sowie die Gebärmutterschleimhaut durch Ausschaben entfernen kann. Inzwischen wurde dieser Vorgang größtenteils von der Absaug-Methode abgelöst und findet eher nach dem Schwangerschaftsabbruch statt, um die Reste des Kindes und des Gewebes aus der Gebärmutter zu entfernen.
Spätabtreibungsmethoden bis zur Geburt
Als Spätabtreibung wird ein Schwangerschaftsabbruch ab der 13. Schwangerschaftswoche bezeichnet. Diese ist prinzipiell bis unmittelbar vor der normalen Geburt möglich.
Abtreibung durch Salzlösung
Diese Methode wird im zweiten und letzten Schwangerschaftsdrittel angewandt. Dabei wird die Fruchtblase punktiert, das Fruchtwasser abgelassen und stattdessen eine hochkonzentrierte Salzlösung eingeführt. Das Kind schluckt die Flüssigkeit, wird innerlich und äußerlich verätzt und stirbt.
Prostaglandin-Methode
Eine Abtreibung mit Mifepriston/Prostaglandin verläuft im Wesentlichen wie eine eingeleitete Geburt. Das Prostaglandin wird gespritzt und/oder als Gel auf den Muttermund aufgetragen. Es birgt für den abtreibenden Arzt bei fortgeschrittener Schwangerschaft die „Gefahr" der Geburt eines überlebensfähigen Kindes. Um auf Nummer sicher zu gehen, wird die Bauchdecke der Mutter mit einer langen Nadel unter Ultraschallsicht durchstochen, bis man in die Fruchthöhle gelangt. Das Herz des Kindes wird aufgesucht und das Kalium-Chlorid hineingespritzt. Das so getötete Kind kann, ohne daß die „Komplikation" des Überlebens gefürchtet werden muss, entbunden werden.






















