Abtreibung

Abtreibungsmethoden

2
April
2025

Abtreibungsmethoden im ersten Trimester

Medikamentöse Abtreibung

Nach Einnahme der Abtreibungspille (Wirkstoff Mifepriston) wird das schwangerschaftserhaltende Hormon Progesteron blockiert. Das ungeborene Kind wird dadurch nicht mehr mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Es kommt zur Ablösung der Plazenta und zur Öffnung des Muttermundes. 2 bis 3 Tage später wird ein zweites Medikament mit dem Wirkstoff Misoprostol oder Gemeprost eingenommen, welches Kontraktionen der Gebärmutter auslöst. Innerhalb weniger Stunden kommt es zu Blutungen und das Kind wird durch eine Fehlgeburt ausgestoßen.

In Italien kann diese Methode bis zur 9. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden und wird inzwischen bei fast der Hälfte der registrierten Abtreibungen angewandt.

Baby in der 8. Schwangerschaftswoche

Diese bemerkenswerte Fotografie eines winzigen, noch lebenden ungeborenen Babys in seiner intakten Fruchtblase wurde 1972 nach einem Eingriff wegen einer Eileiterschwangerschaft an der Universität von Minnesota vom Medizinfotografen Robert Wolfe aufgenommen.Der am Eingriff beteiligte Narkosearzt Dr. Paul E. Rockwell stellte staunend vor diesem Wunder fest: „Während einer Narkose bei einer Eileiterschwangerschaft – in der 8. Schwangerschaftswoche - wurde mir das, was ich für den kleinsten je gesehenen lebenden Menschen halte, in die Hand gedrückt. Die Fruchthöhle war intakt und durchsichtig. Darin schwamm ein winziger Junge, der über die Nabelschnur mit der Gebärmutterwand verbunden war, äußerst lebhaft im Fruchtwasser. Dieser kleine Mensch war perfekt entwickelt, mit langen, spitz zulaufenden Fingern, Füßen und Zehen. Seine Haut war fast durchsichtig und die feinen Arterien und Venen traten bis zu den Fingerspitzen deutlich hervor.“

Dr. Rockwell fährt fort: „Das Baby war äußerst lebendig und schwamm mit natürlichen Schwimmbewegungen etwa einmal pro Sekunde in der Fruchtblase. Dieser winzige Mensch sah weder den Fotos, Zeichnungen und Modellen von ‚Embryonen‘ ähnlich, die ich kannte, noch einigen Embryonen, die ich seitdem gesehen habe – offensichtlich, weil dieser hier lebte! Als die Fruchtblase geöffnet wurde, starb der winzige Mensch sofort und nahm das typische Aussehen für einen Embryo in diesem Entwicklungsstadium an - mit stumpfen Extremitäten usw.“

Das Bild wurde an der Universität von Minnesota vom Medizinfotografen Robert Wolfe aufgenommen: www.bobwolfephoto.com

Absaug-Methode 

Bei der Absaug-Methode wird ein Röhrchen durch den Muttermund geführt, um das Fruchtwasser, die Plazenta, das Kind und die Schleimhaut herauszusaugen. Durch den hohen Druck wird das Kind zerrissen und in Stückchen durch das Röhrchen gepresst. Die Saugkraft der Absaugmaschine ist etwa 20 - 30 mal stärker, als die eines Staubsaugers. Falls der Kopf des Kindes zu groß ist, wird er mit einer Zange zerdrückt. Das Praxispersonal muss anschließend überprüfen, ob das Kind restlos entfernt wurde.

Die Absaugmethode kommt bis zur 12. Schwangerschaftswoche zur Anwendung, zum Teil in Kombination mit einer Auskratzung (Cürettage).

Cürettage, bzw. Gebärmutterausschabung

Eine Cürette ist ein löffelartiges Instrument, mit dem der Arzt Gewebereste aus der Gebärmutter schaben kann. Dabei wird der Gebärmutterhals mit Metallstiften erweitert, damit der Arzt mit den Instrumenten in die Gebärmutter eindringen und den Fruchtsack mit dem ungeborenem Kind sowie die Gebärmutterschleimhaut durch Ausschaben entfernen kann. Inzwischen wurde dieser Vorgang größtenteils von der Absaug-Methode abgelöst und findet eher nach dem Schwangerschaftsabbruch statt, um die Reste des Kindes und des Gewebes aus der Gebärmutter zu entfernen.

 

Spätabtreibungsmethoden bis zur Geburt

Als Spätabtreibung wird ein Schwangerschaftsabbruch ab der 13. Schwangerschaftswoche bezeichnet. Diese ist prinzipiell bis unmittelbar vor der normalen Geburt möglich.



Abtreibung durch Salzlösung

Diese Methode wird im zweiten und letzten Schwangerschaftsdrittel angewandt. Dabei wird die Fruchtblase punktiert, das Fruchtwasser abgelassen und stattdessen eine hochkonzentrierte Salzlösung eingeführt. Das Kind schluckt die  Flüssigkeit, wird innerlich und äußerlich verätzt und stirbt. 

 

Prostaglandin-Methode

Eine Abtreibung mit Mifepriston/Prostaglandin verläuft im Wesentlichen wie eine eingeleitete Geburt. Das Prostaglandin wird gespritzt und/oder als Gel auf den Muttermund aufgetragen. Es birgt für den abtreibenden Arzt bei fortgeschrittener Schwangerschaft die „Gefahr" der Geburt eines überlebensfähigen Kindes. Um auf Nummer sicher zu gehen, wird die Bauchdecke der Mutter mit einer langen Nadel unter Ultraschallsicht durchstochen, bis man in die Fruchthöhle gelangt. Das Herz des Kindes wird aufgesucht und das Kalium-Chlorid hineingespritzt. Das so getötete Kind kann, ohne daß die „Komplikation" des Überlebens gefürchtet werden muss, entbunden werden.

 

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